Am 9. Dezember findet frei nach dem Motto "Ich fand das ganz großes Glück im Zug nach Osnabrück" eine Zugdebatte zwischen zwei Teams aus Münster und Osnabrück statt.
Start ist um 19.04 mit der Westfalenbahn am Münsteraner Hbf auf Gleis 8. Während der Fahrt nach Osnabrück werden zwei 3er-Teams sich gegenüberstehen und jeweils eine 5-minütige Rede halten. Die anschließende Jurierung und der Sieger werden auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück bei Glühwein und Mandeln bekannt gegeben.
Osnabrücker Team erst im Finale zu Bremsen!!!
Bei dem spannenden Nikolausturnier in Münster wird das Team Osnabrück 1 erst in einem spannenden Finale geschlagen!!!
Der Debattierclub Osnabrück konnte am Samstag zum ersten Mal eine Finalteilnahme eines Teams bei einem Debattierturnier feiern. Nur knapp wurde in einem umkämpften Finale das Team Osnabrück 1 mit den Mitgliedern Gerrit Harre und Michael Tschochohei die Grenze aufgezeigt. Doch von vorne.
Mit fünf motivierten Teilnehmern reiste die Delegation des Debattierclubs Osnabrückzum Nikolausturnier des Debattierclubs Münster. Für uns traten die Teams Osnabrück mit Gerrit Harre und Michael Tschochohei und Team Osnabrück 2 mit Christian Förster und Waldemar Remboldt an. Zudem wurde der unrsprünglich als Juror mitgereiste Johannes Oertelt in einem Springerteam, Münster 3, mit jeweils wechselnden Münsteraner eingesetzt.
Zur erste Debatte wurde zum Thema "Die Wehrpflicht in Deutschland abschaffen" die Meinungen ausgetauscht. Während das Team Osnabrück 2, vor allem durch Waldemar, der durch seine Erfahrungen mit seiner Wehrdienstzeit und dem Rekrutierungsproblemen anderer Länder glänzen konnte, eine überzeugende Vorstellung hinlegte und überlegen vor Münster 3 mit Johannes die Debatte als eröffnende Oppsition nach Hause fuhr, musste sich Osnabrück 1 in einer starken Debatte mit dem undankbaren 3. Platz begnügen.
Jedoch angestachelt von dem kleinen Missgeschick der ersten Debatte zeiget dieses Team Moral, lieferte direkt bei der nächsten Debatte mit einer überzeugenden Vorstellung zum Thema "Sollen Leistungen der Krankenkasse an die Lebensführung des Versicherten angepasst werden" und siegten. Zudem schlossen die anderen beiden Teams mit Osnabrücker Beteiligung mit einem achtbaren 2. Platz diese Debatte ab.
Zum großen Glanzstück und Highlight des Turniers holte jedoch das Team Osnabrück in der dritten und letzen Vorrundendebatte des Tages aus. Trotz der schwierige Postion der eröffnenden Regierung für Osnabrück 1 bei dem offenen Thema "Dieses Haus meint, dass Stasivergangenheit kein Makel mehr ist" sorgte Gerrit mit einem durch die Bank weg überzeugendem Antrag "Keine gesellschaftliche Ächtung ehemaliger Stasimitarbeiter, Ausnahme Mord" für klare Verhältnisse. Michael begründete ,dass durch Resolzialisierung und Sozialisierung das dunkle Kapitel DDR endgültig abgeschlossen werden könne, eine überzeugende Vorstellung, die im Verlauf der Debatte zu keinster Weise angefochten werden konnte. Das Team Osnabrück 2, das ebenfalls die undankbare Position der eröffnenden Regierung einnahmen, wurden leider nur 4. ihrer Runde und verpassten so knapp das Break zur Finalteilnahme.
Hingegen zog Osnabrück 1 nach Startschwierigkeiten als zweitbestes Team des Turniers und als erste Team für den Debattierclub Osnabrück in ein Finale ein. Als Gegner standen zwei Teams aus Münster, sowie ein weiteres Team gemixt aus Paderborn und Dortmund fest.
In einer offenen Ziehung wurde Osnabrück 1 die Rolle der schließenden Opposition zugelost. Das Thema, welches danach verkündet wurde lautete "Soll Heimerziehung vom Staat subventioniert werden"!
Im Finale wurden hitzige Argumente ausgetauscht. Gegen den Antrag der eröffnenden Regierung, dass man € 300 für Heimerziehung gegen kostenlose Unterbringung in Kindergarten erhalte, wendete die eröffnende Oppsition ein, dass hier man einen Anreiz für Faulheit, Arbeitslosigkeit und vor allem eine Verhinderung der berufstätigen Frau schaffe und Frauen zu Gebärmaschinen degradiere.
Eine proklammierte Wahlmanipulation und der Aufruf zur freien Erziehung aus Liebezum Kind des Teams Osnabrück 1 konnte jedoch nicht gegen die Argumente der schließenden Regierung vom Team Münster Yo soi Marinero bestehen, die auf die Probleme christlicher Kindergärten in unserer multikulturellen Gesellschaft hinwiesen und klar machten, dass diese Möglichkeit der Selbsterziehung zur Verbesserung der Erziehung in Deutschland führe. Somit wurde die schließende Regierung zu Recht zum Sieger des Turnieres erklärt.
Der Debattierclub Osnabrück zeigte jedoch durch seine erste Finalteilnahme und einer überzeugenden Leistung im Finale, dass auch in Zukunft mit ihm zu rechnen ist. Im Nachhinein bleibt nur ein großes Dankeschön an das Orga-Team des Debattierclubs Münster zu richten für ein rundum gelungenes Turnier, aus dem alle Redner viel Erfahrung mitnehmen durften, ein erstes erfolgreiches Abschneiden des Debattierclubs zu bewundern und ein donnernden Applaus an die Chefjuroren Julian und Thomas abzugeben, die für eine faire und nie umstrittene Bewertung aller Teilnehmer sorgten und lehrreiche Informationen und Tipps an alle Redner weitergaben.
Somit ist zu sagen, dass der Probelauf zur DDM 2010 in Münster hervoragend geglückt ist, Osnabrück in den Startlöchern steht für eine erfolgreiche BPS-Saison und das Debattieren sicher heute einige neue Freunde wieder dazugewonnen hat. |